Letztes Jahr war ich nicht ich selbst

und das ist okay

Wenn ich ehrlich bin: Letztes Jahr habe ich einfach nur funktioniert.

Ich war da. Für alle. Immer. Ich habe organisiert, zugehört, gehalten, getragen. Ich habe versucht, stark zu sein, auch wenn ich innerlich längst erschöpft war. Und während ich für alle anderen da war, habe ich mich selbst irgendwo auf dem Weg verloren.

Es war kein „schlechtes Jahr“ im klassischen Sinne – es war einfach ein schweres Jahr.

Der Verlust meines Schwiegervaters hat eine Lücke hinterlassen, die sich nicht in Worte fassen lässt. Trauer kommt in Wellen, und manchmal trifft sie dich genau dann, wenn du denkst, du hättest sie halbwegs im Griff.

Parallel dazu die Krankenhaus-Odyssee meiner Mutter. Termine, Unsicherheiten, Warten, Hoffen. Dieses Gefühl, nichts wirklich kontrollieren zu können, aber trotzdem funktionieren zu müssen. Bis zur Operation – und selbst danach blieb diese unterschwellige Angst.

Und dann die Diagnose: Darmkrebs bei meiner Schwiegermutter.

Drei schwere Themen. Drei emotionale Baustellen. Und ich mittendrin, versuchend, für alle da zu sein – während ich mich selbst immer weiter hinten angestellt habe.

Ich habe meine eigenen Bedürfnisse ignoriert. Meine Grenzen übergangen. Mein Körper hat Signale gesendet, aber ich habe sie weggedrückt. „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt“, habe ich mir gesagt. Spoiler: Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt, sich selbst ernst zu nehmen.

Und irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe: Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder.

Ich war müde. Nicht nur körperlich, sondern tief in mir drin. Meine Gedanken waren laut. Meine Energie leer. Panikattacken wurden zu etwas, das ich nicht mehr ignorieren konnte. Schlaf? Schwierig. Ruhe? Kaum vorhanden. Und zwischendrin noch die Selbständigkeit die ja auch noch gepflegt werden sollte.

Aber genau da – irgendwo zwischen Überforderung und Erkenntnis – hat sich etwas verändert.

Seit März beginnt meine Selflove Era.

Und nein, das ist kein „perfektes Glow-Up-Märchen“. Es ist ein bewusster, manchmal unbequemer, aber unglaublich wertvoller Prozess.

Nachdem ich mir erstmal im Winter wieder für mich Zeit genommen habe, zwischen Serien, Filmen und Büchern.

Ich habe angefangen, regelmäßig ins Gym zu gehen. Nicht, um irgendeinem Ideal zu entsprechen. Sondern, um mich wieder zu spüren. Um meinem Körper etwas zurückzugeben, statt ihn nur durch den Alltag zu schleifen.

Und was soll ich sagen? Es verändert mehr als nur den Körper. Denn er ist kein Gegner. Er ist mein Zuhause.

Und plötzlich passieren Dinge, die ich lange vermisst habe:

  • Ich schlafe besser.
  • Meine Gedanken sind ruhiger.
  • Die Panikattacken werden weniger.
  • Ich fühle mich wieder mehr wie ich selbst.

Nicht jeden Tag. Aber immer öfter, denn Selflove ist kein Trend. Es ist eine Entscheidung. Jeden Tag aufs Neue.

Es bedeutet nicht, dass alles perfekt ist. Es bedeutet, dass ich mich selbst nicht mehr aufgebe.

Für alle, die das hier lesen und sich vielleicht wiedererkennen:

Du darfst für andere da sein – aber nicht auf Kosten deiner selbst.
Du darfst stark sein – aber auch müde.
Du darfst funktionieren – aber du darfst auch fühlen.

Und vor allem: Du darfst dich selbst wiederfinden.

Es wird Zeiten in diesem Leben geben, da kann man nicht anders. Da passieren Dinge die man sich nicht ausgesucht hat. Aber der Weg zu dir zurück ist immer der Wichtigste.

Die „Selflove Era“ ist kein Ziel. Es ist ein Weg. Einer, auf dem ich gerade erst angefangen habe zu laufen. Mit Rückschritten, mit Zweifeln, aber auch mit so viel mehr Bewusstsein.

Ich bin nicht mehr die Person, die ich letztes Jahr war.

Und ganz ehrlich? Darüber bin ich dankbar.

Denn ich habe gelernt:
🌱 Heilung ist nicht linear.
🌱 Stärke sieht manchmal aus wie „sich Hilfe holen“.
🌱 Und Selbstliebe beginnt genau da, wo du aufhörst, dich selbst zu ignorieren.

Wenn du gerade in einer ähnlichen Phase bist – ich sehe dich. Und du bist nicht allein.

Das hier ist dein Reminder:
Du bist es wert, dich um dich selbst zu kümmern.
Nicht irgendwann. Nicht wenn alles ruhiger wird.
Sondern jetzt.

Willkommen in deiner Selflove Era.

xoxo, Julia

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