Vielleicht kennst du diese Situation:
Du möchtest schon länger schöne Fotos von euch. Ein Paarshooting. Familienfotos. Vielleicht sogar ein Babybauch-Shoot, bei dem dein Partner mit dabei sein darf.
Du stellst dir vor, wie schön es wäre, diese Bilder später einmal anzuschauen.
Und dann kommt von ihm:
„Warum brauchen wir das eigentlich?“
Vielleicht kennst du sogar den Satz: „Wir haben doch genug Fotos auf dem Handy.“
Und plötzlich musst du erklären, warum dir etwas wichtig ist, das für ihn im ersten Moment vielleicht gar keinen offensichtlichen Nutzen hat.
Dabei geht es bei professionellen Fotos meistens um etwas ganz anderes als um ein weiteres Bild auf dem Smartphone.
Vielleicht habt ihr einfach einen unterschiedlichen Blick darauf
Menschen gehen unterschiedlich mit Erinnerungen um. Während die eine Person sofort den emotionalen Wert eines Fotos sieht, denkt die andere vielleicht eher praktisch: Was sollen wir damit? Wir haben doch schon Fotos. Muss das wirklich sein?
Das bedeutet nicht automatisch, dass ihm eure Erinnerungen weniger wichtig sind.
Vielleicht braucht er einfach einen anderen Zugang dazu.
Denn ein Foto ist nicht nur ein Bild von einem bestimmten Tag.
Es ist ein Stück Zeit.
„Ich bin nicht fotogen.“
Ein Satz, den ich als Fotografin sehr häufig höre.
Und eigentlich gibt es für mich gar nicht den einen „fotogenen“ Menschen. Es gibt Menschen, die sich vor einer Kamera wohlfühlen – und Menschen, die das bisher einfach nicht gelernt haben.
Vielleicht verbindet dein Partner Fotografieren auch mit ganz anderen Erfahrungen.
Mit diesen Familienfotos von früher, bei denen alle nebeneinander auf einem Sofa sitzen mussten und auf Kommando lächeln sollten.
Mit Bewerbungsfotos, bei denen man möglichst seriös und bitte bloß nicht zu entspannt aussehen durfte.
Oder mit Passbildern, bei denen man ohnehin das Gefühl hat, grundsätzlich nie gut auszusehen.
Kein Wunder also, dass bei manchen Menschen das Wort „Fotoshooting“ nicht gerade Begeisterung auslöst.
Aber genau so muss ein Shooting heute nicht mehr sein.
Du musst nicht wissen, wie du stehen sollst. Du musst keine Posen auswendig können. Und du musst dich auch nicht selbst für besonders fotogen halten.
Das ist mein Job.
Durch meine jahrelange Erfahrung weiß ich, wie ich euch anleiten kann, ohne dass es sich steif oder künstlich anfühlt. Ich gebe euch kleine Impulse, statt euch minutenlang in eine bestimmte Pose zu zwingen.
Wir bewegen uns. Wir reden. Wir lachen. Ihr schaut euch an. Ihr seid miteinander.
Und irgendwann merkt ihr vielleicht gar nicht mehr, dass gerade fotografiert wird.
Genau dann entstehen für mich die schönsten Bilder.
Und deshalb darf er ruhig mit auf das Bild
Vielleicht möchte er nicht unbedingt fotografiert werden. Vielleicht fühlt er sich vor der Kamera unwohl oder versteht nicht, warum ihr dafür extra einen Termin vereinbaren sollt.
Aber irgendwann könnten genau diese Bilder zu den Fotos gehören, die du am liebsten in die Hand nimmst.
Nicht weil ihr darauf perfekt ausseht.
Sondern weil ihr beide darauf seid.
Weil man später nicht nur sehen kann, wie ihr damals ausgesehen habt, sondern auch, wie ihr miteinander wart.
Und genau deshalb liebe ich Paarshootings und Familienfotos so sehr.
Es geht nicht darum, ein perfektes Instagram-Bild zu produzieren.
Es geht darum, einen Moment eures Lebens festzuhalten, den es genau so nur einmal gibt.
Und vielleicht ist das die wichtigste Botschaft an euch Männer
Du musst Fotos nicht genauso wichtig finden wie deine Partnerin.
Du musst wahrscheinlich auch nicht vor dem Spiegel stehen und denken: „Ich kann es kaum erwarten, fotografiert zu werden.“
Aber wenn sie sich solche Bilder wünscht, dann steckt dahinter vielleicht viel mehr als der Wunsch nach schönen Fotos.
Vielleicht möchte sie eure gemeinsame Geschichte festhalten.
Vielleicht möchte sie später einmal auf diese Zeit zurückblicken.
Vielleicht möchte sie euren Kindern zeigen können, wie ihr als Paar ausgesehen habt.
Vielleicht möchte sie einfach etwas in den Händen halten können, das euch zeigt – genau so, wie ihr heute seid.
Und vielleicht wirst du den Wert dieser Bilder nicht am Tag des Shootings verstehen.
Vielleicht erst in fünf, zehn oder zwanzig Jahren.
Aber genau dann bist du vielleicht froh, dass ihr sie gemacht habt.
Denn Zeit kann man nicht zurückholen.
Fotos können sie nicht anhalten.
Aber sie können uns für einen kleinen Moment zu ihr zurückbringen.
xoxo, Julia





















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