Es gibt Zeiten im Jahr, die fühlen sich anders an.
Nicht, weil sie lauter sind – sondern weil sie leiser werden.
Weihnachten ist für mich genau das. Eine Pause. Ein Innehalten. Ein Zurückkommen zu mir selbst.
Ich liebe Weihnachten nicht wegen der Geschenke oder weil der Kalender es sagt. Ich liebe es wegen dieses ganz besonderen Gefühls. Wenn das Licht weicher wird. Wenn Kerzen mehr erzählen als Worte. Wenn der Duft von Tannenzweigen, Orangen und frisch gebackenen Plätzchen Erinnerungen wachruft, die man längst vergessen glaubte – und die doch sofort wieder da sind.
Bei uns zuhause war Weihnachten schon immer etwas Besonderes.
Meine Mama hat ein unglaubliches Gespür für Dekoration. Nichts wirkt überladen, nichts ist zufällig. Jede Kerze hat ihren Platz, jede Lichterkette ihre Bedeutung. Und mein großer Bruder – genauso detailverliebt – ergänzt das Ganze mit einer Ruhe und Wärme, die den Raum sofort verändert. Wenn ich heute zur Weihnachtszeit nach Hause komme, fühlt es sich an wie Ankommen. Wie Durchatmen. Wie Kind sein dürfen.
Genau diese Momente prägen mich bis heute.
Dieses Gefühl von Geborgenheit. Von „Hier darf ich sein, wie ich bin“.
Und vielleicht ist es kein Zufall, dass genau das auch der Kern meiner Arbeit geworden ist.
Warum Weihnachten so viel mit Hochzeiten zu tun hat
Weihnachten und Hochzeiten haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick denkt.
Beides sind Tage, an denen Menschen zusammenkommen.
Beides lebt von Nähe, Emotionen und echten Momenten.
Und beides funktioniert nicht, wenn man es erzwingen will.
Eine Winter- oder Weihnachtshochzeit hat für mich eine ganz eigene Magie.
Sie ist nicht laut. Nicht perfekt inszeniert.
Sondern warm. Echt. Tief.
Wenn draußen die Kälte liegt, wird drinnen die Verbindung stärker.
Man rückt näher zusammen. Gespräche werden ehrlicher. Blicke sagen mehr als Worte. Kerzenlicht ersetzt die Sonne – und schafft eine Atmosphäre, die man nicht nachstellen kann.
Ich erlebe es jedes Jahr wieder: Paare, die sich bewusst für diese Jahreszeit entscheiden, tun das aus dem Herzen heraus. Sie wollen kein großes Spektakel. Sie wollen ein Gefühl. Und genau das spürt man.
Erinnerungen, die bleiben – genau wie an Weihnachten
Wenn ich an meine eigenen Kindheitserinnerungen denke, dann sind es keine perfekten Bilder. Es sind kleine Szenen:
Das Rascheln von Geschenkpapier.
Das gedimmte Licht im Wohnzimmer.
Das Gefühl, abends müde, aber glücklich auf dem Sofa zu sitzen.
Und genau so entstehen auch die wertvollsten Hochzeitsbilder.
Nicht in den geplanten Momenten.
Sondern dazwischen.
Beim Lachen am Tisch.
Beim stillen In-den-Arm-Nehmen.
Beim kurzen Innehalten, wenn das Paar realisiert: Das ist unser Tag.
Weihnachtshochzeiten tragen diese Stimmung ganz natürlich in sich. Sie müssen nichts beweisen. Sie dürfen einfach sein.
Warum ich diese Zeit so sehr liebe – auch beruflich
Als Fotografin ist der Winter für mich eine besondere Zeit. Das Licht ist weicher, ehrlicher. Die Farben sind reduziert – und genau dadurch werden Emotionen sichtbarer. Man konzentriert sich wieder auf das Wesentliche.
Ich liebe es, Hochzeiten zu begleiten, bei denen nicht der Ablauf im Vordergrund steht, sondern das Gefühl. Bei denen niemand hetzt. Bei denen Raum für Nähe entsteht.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum mich Weihnachten jedes Jahr aufs Neue berührt. Es erinnert mich daran, warum ich das alles mache. Warum ich Menschen begleite. Warum Erinnerungen so wichtig sind.
Ein leiser Wunsch
Wenn du gerade über deine Hochzeit nachdenkst – vielleicht sogar über eine Winter- oder Weihnachtshochzeit – dann wünsche ich dir, dass du dich nicht von Erwartungen leiten lässt. Sondern von dem, was sich für euch richtig anfühlt.
Denn die schönsten Tage sind oft die, die sich anfühlen wie Zuhause.
So wie Weihnachten.
Genießt die besinnlichen Tage!
XOXO,Julia



