Hoher Darsberg, Heidelberg – Hochzeit von Carolin & Maik

Die standesamtliche Trauung von Caro und Maik, auf dem Hohen Darsberg, war meine erste Trauung dort und als ich ankam, musste ich mir die Location erst einmal genauer anschauen. Genau deswegen, komm ich immer etwas früher. Ich schaue mir dann gerne an wo und wann die Sonne untergeht und wo wir das Paarshooting machen können, wenn es noch nicht im Vorfeld genau festgelegt wurde.
Ich war sofort begeistert von der Location. Rings herum gibt es nicht, was stören könnte, oder wen man beim Feiern stören könnte.
Man hat alles aus einer Hand, die Gäste können dort übernachten, die Trauung findet vor Ort statt, was bedeutet, niemand muss sich ins Auto setzen um von A nach B zu kommen.
Wirklich clever!
Der Hochzeitstag der beiden war ein sommerlicher Tag. Der Wettergott meinte es gut mit ihnen und schickte ab und an seine Sonnenstrahlen vorbei.
Jetzt möchte ich euch gerne erzählen, wie die beiden sich kennen gelernt haben und Maik ihr den Antrag gemacht hat.
Da das aber Caro viel besser kann als ich, hört ihr es zuerst von ihr und weiter unten gibt es dann sogar noch Maiks Version!
„Kennengelernt haben wir uns über Freunde, bis aus Freundschaft dann doch mehr wurde.
Um die Geschichte zu diesem tollen Antrag zu erzählen, muss ich ein wenig ausholen… und zwar bis zu meinem Geburtstag am 18.11.2014.
Hier bekam ich 2 liebevoll gebastelte Schachteln geschenkt, die (wie ich später herausfand) für eine Reise nach Nord- oder Südirland standen.
Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig und mich für die blaue Schachtel- Nordirland- entschieden.
Einige Monate voller Vorfreude (mit diversen Seufzern bei Filmen die in Irland spielten) und Witzeleien wie „komm lass uns ein Grundstück kaufen dann sind wir auch Lord und Lady“ später war es dann endlich soweit!
Wir machten uns auf nach Irland und es war einfach traumhaft! Nach endlos grünen Landschaften, vielen vielen Schafen und steilen Klippen hatte ich am 3. Tag dann auf einmal eine Holzschatulle im Hotelzimmer liegen, in ihr 2 Grundstücksurkunden für Strandhill (eine kleine Küstenstadt bei Sligo). Naja das „Grundstück“ ist zwar nur 9 feet groß, aber wir sind offiziell „Lord und Lady of Strandhill“ – wie geil ist das denn?! 🙂
Ich dachte ja zu dem Zeitpunkt noch das würde noch zum Geburtstagsgeschenk gehören (was es nicht weniger toll macht) aber ich sollte noch eines besseren belehrt werden… So dachte ich mir auch nichts dabei als Maik vorschlug uns „unser Grundstück“ am nächsten Tag mal anzuschauen (was für ein Zufall das es auch auf unserer Route liegt, dachte ich noch..). In Strandhill angekommen war ich ganz verzaubert, ein kleines idyllisches Surferparadies mitten am (fast menschenleeren) Strand. Wir liefen ein wenig hin und her bis wir das kleine Fleckchen gefunden hatten (wie ich hinterher erfahren habe war wohl auch mein Crêpes den ich unbedingt noch haben wollte nicht ganz unschuldig) und standen dann mitten in den rauen Sanddünen mit Blick aufs Meer.
Da war es auf einmal soweit, er ging in die Knie und stellte mir die Frage aller Fragen und ich war gänzlichst ahnungslos!
Meine Ahnungslosigkeit und Überraschung spiegelte sich auch in meiner ersten Antwort wieder- hierzu müsst ihr aber Maik’s Story lesen 😉
Am Ende habe ich aber natürlich überglücklich ja gesagt und mit ziemlich wackligen Knien ging es erstmal in die Strandbar auf ein Cider um darauf anzustoßen!“
Und nun darf Maik erzählen, wie es für ihn war:
„Wahrscheinlich habt ihr Caro´s Version bereits gelesen, daher gebe ich euch hier nun einen Einblick hinter die Kulissen, denn es mussten einige Zahnrädchen inneinander Laufen, damit es so perfekt wurde wie es wurde. Ja ich habe mir bereits seit längerem Gedanken gemacht, wie ich es anstellen soll. Heisluftballon geht nicht wegen meiner Höhenschwäche, Leichtfugzeug wäre nicht so Caros Ding gewesen und ein Banner an der Straße ist glaube ich strafbar. Da ich ein meist anständiger Bürger bin habe ich mir dann was ganz besonderes ausgedacht: eine Reise! Gut, das Reiseziel war relativ einfach, da Caro und ich uns bereits seit einiger Zeit überlegt hatten, nach Irland zu gehen. Ich nahm zwei Tage vor ihrem Geburtstag 2014 all meine Kreativität zusammen und bastelte zwei Schachteln: blau = Nordirland und Titanic und grün = Südirland und Kobold. Dazu gab es für die Titanic natürlich noch einen Anker- und für den Kobold einen Kleeblattanhänger, damit sie auch etwas für ihre Kette hatte. Die Idee zum Heiratsantrag war geboren, für die Umsetzung konnte ich mir ja dann bis zum Reisebeginn noch Gedanken machen…. Caro entschied sich für den Norden, was bedeutete, ich musste einen Ort auf der Reiseroute finden, zu dem man ein kleines Stückchen Land kaufen konnte. Und tatsächlich habe ich ihn gefunden: Strandhill. Zwei Tage vor Abflug habe ich dann die Urkunden für die „Lady of Strandhill“ erhalten, verpackt in einer Holzrolle. Wie ich das Ding nach Irland schmuggeln soll war erst einmal nebensächlich, da der Verlobungsring noch fehlte. Nächtliche Versuche heraus zu finden, welche Ringgröße Caro hat blieben erfolglos. So also ohne Ringgröße einen Tag vor Abreise in ein großes Einkaufszentrum in Sindelfingen. Ich kam, sah und siegte. Nach 15 Minuten war der Ring sie ewig zu binden gekauft. Nun alles unauffällig im Koffer versteckt (nicht so einfach, da ich nie den ganzen Koffer nutzen darft…) und ab ging die Reise nach Irland. Am dritten „Urlaubstag“ dann startete ich die Mission Antrag, denn der Ort Strandhill lagen in der Nähe. Unter einem Vorwand („muss aufs Klo“) habe ich mich auf das Zimmer geschlichen und die Urkunden vorbereitet. Witzigerweise dachte Caro bei dem Anblick anfangs, dass Hotel hätte irgendetwas damit zu tun 😀 Am nächsten Tag dann meinte ich, wir könnten ja ganz spontan da hin fahren und uns den Ort einmal anschauen. Das es direkt an der Küste liegt wusste ich, jedoch nicht das es ein nettes Surferparadis mit kleinen Lädchen und Pubs ist. Dort sollte es also passieren! Der Ring war gut versteckt in einem Kneul Socken in meiner Hosentasche, eigentlich ein Wunder das Caro nichts gemerkt hat. Dann waren wir auf der „Suche“ nach dem besagten Grundstück. Klar wusste ich wo es ist, musste jedoch die Zeit überbrücken bis Caro ihren Hunger gestillt hatte. Blöderweise war auch noch einiges los am Strand, sodass ich den Weg in die Dünen wählte. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und kniete vor ihr nieder. Die Überraschung war ihr ins Gesicht geschrieben – alles richtig gemacht also. Die ersten beiden Antworten waren eher eine Frage ihrerseits, was genau müsst ihr Caro direkt fragen. Ich tat ganz souverän und verneinte ihre Gegenfrage mehrmals, bis sie schließlich „JAAA“ sagte. Daraufhin gingen wir NICHT erst in eine Strandbar, sondern verblieben noch in den Dünen und genossen den Ausblick. Bei schönem Wetter, dem weichen Sand und das rauschen des Meeres sowie die vollkommene Zufriedenheit mit dem Leben hat für mich dann auch der Urlaub angefangen.“
Ist das nicht zauberhaft? Die Geschichte aus der Sicht von Maik noch einmal zu hören, lässt mir wieder Tränchen in die Augen steigen. So romantisch und wirklich gut durchdacht.
Und was die beiden an ihrer Hochzeit am Schönsten fanden? Alles.
Der Moment indem Maik seine zukünftige Frau zum ersten Mal vor dem Traualtar auf sich zu schreiten sah, die Sängerin die „all of me“ zur Zeremonie sang, Caro muss immer noch weinen, wenn sie dieses Lied im Radio hört, und die gelassene Stimmung unter den Gästen.
Einen Abend zuvor reisten diese an und hatten sich schon akklimatisiert. Was einen Grossteil zur Stimmung beitrug.
Dass sie sich fallen lassen konnten und die Unterstützung von ihren Lieben hatten.
Das klingt nach einem tollen Tag? Oh ja, und jetzt dürft ihr die Bilder in Ruhe geniessen.

Hallo, ich bin Julia
Als detailverliebte Hochzeitsfotografin begleite ich euch an eurem großen Tag. Gemeinsam erschaffen wir Erinnerungen, wenn wir wunderschöne, vergängliche Momente für immer festhalten!
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